Vorschriften Motorrad fahren in Frankreich

FRANKREICH für Motorradfahrer

Leben wie Gott in Frankreich – das klingt doch gut. Aber wie lebt man eigentlich so in Frankreich? Als Motorradfahrer, meine ich? Für alle Biker, die das gerne selbst einmal erleben möchten und vielleicht für den nächsten Urlaub noch Inspirationen suchen, haben wir einmal die wichtigsten Spielregeln zusammengestellt, wie man möglichst geschmeidig durch unser sonnniges Nachbarland kommt. Auf zwei Rädern, versteht sich…

 

Motorradfahren in Frankreich: Das sind die wichtigsten Regeln und Vorschriften

Maut?

In Frankreich sind die meisten Autobahnen mautpflichtig, aber auch an einigen Schnellstraßen, Tunneln oder Brücken wird man zur Kasse gebeten. Bezahlt wird bei der Auffahrt oder aber meistens bei Verlassen der betreffenden Straße.

 

Geschwindigkeit?

Auf der Autobahn (A+Nr.) gilt ein Tempolimit von 130 km/h, bei Nässe 110 km/h. Auf Schnellstraßen (N+Nr.) darf 90 km/h gefahren werden; auf Landstraßen (D+Nr.) gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 80. Innerorts gilt ein Tempolimit von 50 km/h.

 

Achtung: Als Führerscheinneuling darf man die ersten zwei Jahre auf Schnellstraßen höchstens 100 fahren und auf Autobahnen nicht mehr als 110 km/h. 

 

Warnwestenpflicht?

In Frankreich müssen alle PKW Warnwesten für den Falle eines Unfalls mitführen, für Motorradfahrer (bzw. auch Trikes oder Quads) gilt dies allerdings nicht. Auch bei der Fahrt gibt es keine generelle Warnwestenpflicht – Motorradfahrer müssen aber seit dem 1. Januar 2013 reflektierende Bekleidung tragen. Die reflektierenden Flächen müssen sich, für alle Verkehrsteilnehmer gut sichtbar, im Bereich zwischen Helm und Gürtellinie befinden.

 

Ob man diese Auflage durch reflektierende Bekleidung erfüllt oder aber eine Warnweste über der regulären Motorradbekleidung tragen wollt, bleibt aber jedem selbst überlassen.

 

Beleuchtung?

Auch tagsüber muss mit Licht gefahren werden – zumindest gilt das für Motorradfahrer. Ohne die passende Beleuchtung (zum Beispiel bei defekten Glühbirnen) kann einem die Weiterfahrt verboten werden. Also besser vorsorgen und eine Ersatzglühbirne dabei haben… Bußgeld: ca. 35 Euro

 

Helmpflicht: 

Ja, für Fahrer und Beifahrer! Gilt natürlich auch für Trikes und Quads. Zugelassen sind dabei alle Helme, die der ECE-Norm 22-04 oder 22-05 entsprechen.

 

Promillegrenze: 

0,5 Promille.

 

Parken:

Die unterbrochene Linie am Fahrbahnrand steht für Parkverbot. Eine gelbe, durchgezogene Linie bedeutet Halteverbot. Ausgewiesene Parkplätze erkennt man dagegen an der weißen, gestrichelten Linie.

 

Besonderheiten:

Unbedingt einen Alkoholtester mitführen – sonst gibt’s ein Bußgeld von 11 Euro.